In enger Zusammenarbeit seiner klinisch-experimentellen Arbeitsgruppen werden aktuelle Forschungsthemen aufgegriffen, die sich durch den stetigen Wandel in der Arbeitswelt „an Land und in der Seefahrt“ ergeben.

Thematisch steht dabei die Entwicklung arbeitsplatzbezogener und zugleich Public Health-bezogener Präventionsstrategien im Vordergrund, so z. B. zu den zunehmenden Fehlzeiten und Frühverrentungen aufgrund psychischer Belastungen und Erkrankungen oder zu gesundheitlichen Belastungen durch die zunehmende Arbeitsverdichtung, den globalisierten Warenhandel und neue Branchen und Technologien. Hierzu greift das ZfAM auf eine umfangreiche Expertise zurück, setzt aber zugleich thematische Schwerpunkte in neu etablierten Forschungsprojekten, z. B. zu gesundheitlichen Auswirkungen von Nacht- und Schichtarbeit und zu qualitätsgesicherten Methoden in der Frühdiagnostik berufsbedingter Atemwegs- und Lungenerkrankungen.

Das Zentralinstitut beschäftigt sich weiterhin insbesondere mit Forschungsthemen, die einen Hamburg-spezifischen Bezug haben, exemplarisch genannt sei der Themenkomplex „Psychomentale Belastungen in der Schifffahrt“. Für die Küstenländer stellt der aufstrebende Technologiebereich „offshore-Windenergie“ eine Herausforderung an die arbeitnehmer- und arbeitsplatzbezogene Prävention dar, zu der das Zentralinstitut seine Expertise einbringt.

Auch die Diagnostik der „klassischen“ chemisch-irritativen, toxischen, kanzerogenen und biologischen Belastungen bilden weiterhin einen Schwerpunkt im ZfAM.

Die Zusammenarbeit mit dem UKE erfolgt durch Kooperationen im Rahmen der Hamburg City Health Study (HCHS), für die das ZfAM insbesondere arbeits- und umweltmedizinische Fragestellungen entwickelte, auch das Engagement im Center for Health Care Research (CHCR), dem UKE-Verbund zur Versorgungsforschung, wurde erweitert.

Wissenschaftlicher Beirat

Dem Zentralinstitut für Arbeitsmedizin und Maritime Medizin (ZfAM) ist seit vielen Jahren ein Wissenschaftlicher Beirat zur Seite gestellt. Die Mitglieder des Beirats beraten und unterstützen das ZfAM in der Wahrnehmung seiner Aufgaben und Forschungsvorhaben. Die Vorschläge für die Benennung der Beiratsmitglieder erfolgen von Seiten der Fakultät für Medizin des UKE und der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz (BGV). Im Jahr 2020 erfolgte eine Neu-strukturierung einiger Hamburger Behörden. Es wurde ein Wechsel in der Zugehörigkeit vollzogen, mit welchem das ZfAM in die Behörde für Justiz und Verbraucherschutz (BJV) übergeleitet wurde. Die Mitglieder des Beirats werden seitdem mit der Ernennung durch den Präses der BJV für eine Amtszeit von vier Jahren berufen.

Mitglieder des amtierenden Beirats

Frau
Flottenarzt Dr. med. Diane Amelunxen
Schifffahrtsmedizinisches Institut der Marine, Kronshagen

Herr
Univ.-Prof. em. Dr. Dr. Hermann M. Bolt
Leibniz Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund

Frau Professorin
Dr. Annegret Flotow
Department Ökotrophologie, HAW

Frau
Dr. rer. Biol. Hum. Janice Hegewald
Leiterin der Gruppe 3.1 "Prävention arbeitsbedingter Erkrankungen"
Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, Berlin

Herr Priv.-Doz.
Dr. Hans Klose
Chefarzt der Sektion Pneumologie, Onkologisches Zentrum am UKE

Herr Professor
Dr. Olaf von dem Knesebeck
Direktor des Instituts für Medizinische Soziologie, UKE

Herr Professor
Dr. Albert Nienhaus
Stellvertr. Direktor des Instituts für Versorgungsforschung
in der Dermatologie und bei Pflegeberufen, UKE

Herr Professor
Dr. med. Benjamin Ondruschka
Direktor des Instituts für Rechtsmedizin, UKE

Frau Professorin
Dr. Birgit-Christiane Zyriax
Universitätsprofessur für Hebammenwissenschaften - Versorgungsforschung und Prävention, UKE