Urologische Tumorerkrankungen

  • Urothelkarzinome sind bösartige Tumoren, die im Urothel, dem Epithelgewebe, das die Harnblase und die ableitenden Harnwege auskleidet, entstehen. Diese Krebsart betrifft überwiegend ältere Menschen und ist häufiger bei Männern als bei Frauen. Die Ursachen sind vielfältig und umfassen Rauchen, chronische Entzündungen und bestimmte chemische Expositionen. Die Symptome können variieren, aber häufige Anzeichen sind Blut im Urin (Hämaturie), Schmerzen beim Wasserlassen und häufiges Wasserlassen.

    Diagnostik und Behandlungsmöglichkeiten:

    Diagnostik

    • Zystoskopie: Eine endoskopische Untersuchung der Harnblase und der Harnwege. Ein dünnes, flexibles Instrument mit einer Kamera (Zystoskop) wird durch die Harnröhre in die Blase eingeführt, um Tumore direkt zu visualisieren.
    • Urinzytologie: Eine Untersuchung des Urins auf das Vorhandensein von Krebszellen. Diese Methode ist nicht-invasiv und kann Hinweise auf Urothelkarzinome geben.
    • Bildgebende Verfahren: Methoden wie Ultraschall, CT (Computertomographie) oder MRT (Magnetresonanztomographie) werden eingesetzt, um die Ausbreitung des Tumors und Metastasen zu beurteilen.
    • Ureterorenoskopie (URS): Bei Urothelkarzinomen des oberen Harntraktes, also in der Niere oder im Harnleiter, kann eine Harnleiter- und/oder Nierenspiegelung zur Diagnostik notwendig sein. Hierbei wird ein Endoskop durch die Harnröhre bis in den Harnleiter und die Niere eingeführt, um das betroffene Gebiet zu untersuchen und den Tumor, wenn möglich, zu entfernen.
    Behandlungsmöglichkeiten
    • Transurethrale Resektion (TUR-B): Ein häufig eingesetztes Verfahren bei oberflächlichen Tumoren. Hierbei wird der Tumor mittels eines Instruments, das durch die Harnröhre eingeführt wird, entfernt. Gleichzeitig dient die Entfernung von Tumorgewebe mittels TUR auch der Diagnosesicherung, da das Präparat vom Pathologen mikroskopisch untersucht wird.
    • Radikale Zystektomie: Bei fortgeschrittenen Tumoren wird die Harnblase chirurgisch entfernt. Dieser Eingriff kann auch die Entfernung benachbarter Organe umfassen, abhängig von der Tumorausbreitung.
    • Radikale Nephroureterektomie: Bei fortgeschrittenen Tumoren im oberen Harntrakt kann eine Entfernung der entsprechenden Niere sowie des Harnleiters und häufig auch eines kleinen Teils der Harnblase notwendig sein.
    • Chemotherapie: Kann präoperativ (neoadjuvant) zur Verkleinerung des Tumors oder postoperativ (adjuvant) zur Abtötung verbliebener Krebszellen eingesetzt werden. Auch bei metastasiertem Blasenkrebs wird Chemotherapie häufig verwendet.
    • Immuntherapie: Moderne Therapien, die das Immunsystem dazu anregen, Krebszellen zu bekämpfen. Bei Blasenkrebs kommt z.B. BCG (Bacillus Calmette-Guérin) zum Einsatz, eine Immuntherapie, die direkt in die Blase eingebracht wird.
    • Strahlentherapie: Wird manchmal als alternative oder ergänzende Behandlung eingesetzt, besonders wenn eine Operation nicht möglich ist.

    Nachsorge und regelmäßige Kontrollen:

    Die Nachsorge nach einer Behandlung von Urothelkarzinomen ist entscheidend, da diese Tumore häufig wiederkehren können. Regelmäßige zystoskopische Untersuchungen, Urinanalysen und bildgebende Verfahren sind wichtig, um ein Rezidiv frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Unsere Klinik bietet umfassende Diagnostik und hochmoderne Therapiemöglichkeiten für Urothelkarzinome. Als Referenzzentrum für uroonkologische Erkrankungen sind wir spezialisiert auf die Behandlung von Blasenkrebs und Krebs der ableitenden Harnwege und bieten unseren Patienten eine individuelle und ganzheitliche Betreuung.

  • Nierenzellkarzinome sind bösartige Tumoren, die in Rinde und Mark der Niere entstehen. Nach dem Prostata- und Harnblasenkarzinom ist dies der dritthäufigste Tumor in Deutschland. Pro Jahr treten in Deutschland ca. 14.000 Neuerkrankungen auf. Das Nierenzellkarzinom betrifft mit einem mittleren Erkrankungsalter von ca. 70 Jahren überwiegend ältere Menschen; Männer sind im Vergleich zu Frauen etwa doppelt so häufig betroffen. Nebst Geschlecht, Lebensalter, und erblicher Belastung sind das Rauchen, Übergewicht, und Bluthochdruck wichtige modifizierbare Risikofaktoren des Nierenzellkarzinoms.

    Die überwiegende Mehrzahl der Nierentumoren wird heutzutage zufallsbefundlich in einem sehr frühen Stadium im Rahmen von anderweitig eingesetzten Ultraschall, oder CT Untersuchungen festgestellt. Seltener treten Symptome als Krankheitszeichen auf, diese können zunächst unspezifisch sein, aber auch in Form von Blut im Urin (Hämaturie), Schmerzen in der Flanke oder im Rücken, oder einem tastbarern Tumor in der Nierengegend und ungewolltem Gewichtsverlust auftreten.

    Diagnostik und Behandlungsmöglichkeiten:

    Diagnostik

    • Ultraschall: Eine häufig eingesetzte Methode zur ersten Bildgebung, um Nierentumore zu identifizieren.
    • Computertomographie (CT): Eine detaillierte bildgebende Untersuchung, die verwendet wird, um die Größe und Ausbreitung des Tumors zu beurteilen. Diese Untersuchung sollte mit Kontrastmittel und mehrphasig erfolgen um die Befund klar charakterisieren zu können.
    • Magnetresonanztomographie (MRT): Wird insbesondere bei Patienten eingesetzt, bei denen eine CT nicht geeignet ist. MRT liefert detaillierte Bilder der Nieren und des umliegenden Gewebes.
    • Biopsie: In einigen Fällen kann eine Gewebeprobe aus der Niere entnommen werden, um den Verdacht auf Krebs zu bestätigen und den genauen Tumortyp zu bestimmen.

    Behandlungsmöglichkeiten

    • Partielle Nephrektomie (Nierenteilresektion): Bei kleinen Tumoren oder Tumoren in günstiger Lage kann eine teilweise Entfernung der betroffenen Niere durchgeführt werden, um die restliche Nierenfunktion zu erhalten.
    • Radikale Nephrektomie (Nierenentfernung): Bei größeren oder ungünstig gelegenen Tumoren wird die gesamte Niere zusammen mit dem umliegenden Gewebe entfernt. Dieser Eingriff kann auch die Entfernung benachbarter Lymphknoten umfassen.
    • Minimalinvasive Chirurgie: Wir bieten die o.g. Eingriffe in unserer Klinik auch als minimalinvasive laparoskopische bzw. robotergestützte Verfahren an, welche kleinere Schnitte erfordern und eine schnellere Erholungszeit ermöglichen.
    • Fokale Therapie / Ablative Therapien: Bei bestimmten Patienten mit kleineren Tumoren können Verfahren wie Radiofrequenzablation oder Kryotherapie eingesetzt werden, um den Tumor zu zerstören, ohne ihn chirurgisch zu entfernen.
    • Zielgerichtete Therapie: Medikamente, die auf spezifische Mechanismen der Krebszellen abzielen, um deren Wachstum und Ausbreitung zu hemmen.
    • Immuntherapie: Therapien, die das Immunsystem dazu anregen, die Krebszellen zu bekämpfen. Diese werden i.d.R. in Kombination mit der zielerichteten Therapie bei fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom eingesetzt.
    • Strahlentherapie: Kann im fortgeschrittenen Stadium zur Behandlung von Metastasen oder zur Schmerzlinderung eingesetzt werden.

    Nachsorge und regelmäßige Kontrollen

    Die Nachsorge nach einer Behandlung von Nierenzellkarzinomen ist entscheidend, um ein Rezidiv frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Regelmäßige bildgebende Untersuchungen sowie Blut- und Urinanalysen sind wichtig, um den Gesundheitszustand zu überwachen und mögliche Rückfälle zu identifizieren.

    Unsere Klinik bietet umfassende Diagnostik und hochmoderne Therapiemöglichkeiten für Nierenzellkarzinome an. Als Referenzzentrum für uroonkologische Erkrankungen sind wir spezialisiert auf die Behandlung von Nierenkrebs und bieten unseren Patienten eine individuelle, interdisziplinäre und ganzheitliche Betreuung.

    Weiterführende Informationen:

    Deutsche Krebshilfe:
    https://www.krebshilfe.de/informieren/ueber-krebs/krebsarten/nierenkrebs/

    Zentrum für Krebsregisterdaten:
    https://www.krebsdaten.de/Krebs/DE/Content/Krebsarten/Nierenkrebs/nierenkrebs_node.html


  • Keimzelltumoren, auch bekannt als Hodenkrebs, sind bösartige Tumoren, die meist in den Keimzellen der Hoden entstehen. Diese Krebsart tritt vorwiegend bei jungen Männern zwischen 20 und 40 Jahren auf. Die Ursachen sind nicht vollständig geklärt, aber Risikofaktoren umfassen eine familiäre Vorbelastung, ein Hodenhochstand (Kryptorchismus) und genetische Anomalien. Hodenkrebs ist eine der am besten behandelbaren Krebsarten, insbesondere wenn er früh erkannt wird. Die Symptome können unter anderem eine tastbare Schwellung oder Verhärtung im Hoden, Schmerzen oder ein unangenehmes Gefühl im Hoden oder Hodensack und manchmal auch Brustvergrößerung (Gynäkomastie) umfassen.

    Diagnostik und Behandlungsmöglichkeiten:

    Diagnostik

    • Klinische Untersuchung: Eine gründliche körperliche Untersuchung durch einen Arzt, der die Hoden auf Verhärtungen oder ungewöhnliche Schwellungen abtastet.
    • Ultraschall: Ein schmerzloses bildgebendes Verfahren, das detaillierte Bilder des Hodens liefert.
    • Blutuntersuchungen: Tests auf Tumormarker wie AFP (Alpha-Fetoprotein), HCG (humanes Choriongonadotropin) und LDH (Laktatdehydrogenase), die bei Hodenkrebs häufig erhöht sind.
    • MRT und CT: Bildgebende Verfahren zur Beurteilung der Ausbreitung des Tumors und zum Ausschluss von Metastasen in anderen Körperteilen.
    • Biopsie: In seltenen Fällen kann eine Gewebeprobe aus dem betroffenen Hoden entnommen werden, um den Verdacht auf Krebs zu bestätigen und den genauen Tumortyp zu bestimmen.

    Behandlungsmöglichkeiten

    • Inguinale Orchiektomie (Hodenentfernung mit Schnitt im Bereich der Leistenregion der betroffenen Seite): Der betroffene Hoden wird chirurgisch entfernt. Dies ist die häufigste und wichtigste Behandlungsform für Hodenkrebs und ermöglicht eine genaue Diagnose sowie die Entfernung des Tumors.
    • Chemotherapie: Einsatz von Medikamenten, die Krebszellen abtöten. Sie wird oft nach der Operation eingesetzt, um verbliebene Krebszellen zu beseitigen, insbesondere bei fortgeschrittenen oder metastasierten Tumoren.
    • Strahlentherapie: Kann zur Behandlung bestimmter Arten von Hodenkrebs verwendet werden, insbesondere bei Seminomen, die empfindlich auf Bestrahlung reagieren.
    • Retroperitoneale Lymphknoten-Dissektion (RPLND): Eine Operation zur Entfernung von Lymphknoten im hinteren Bauchraum, um sicherzustellen, dass sich der Krebs nicht ausgebreitet hat.
    • Aktive Überwachung (Active Surveillance): Bei bestimmten Tumortypen kann eine engmaschige Überwachung nach der Hodenentfernung ausreichend sein, um ein Rezidiv frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.

    Nachsorge und regelmäßige Kontrollen

    Die Nachsorge nach einer Behandlung von Keimzelltumoren ist entscheidend, um ein Rezidiv frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Regelmäßige körperliche Untersuchungen, Bluttests auf Tumormarker und bildgebende Verfahren sind wichtig, um den Gesundheitszustand zu überwachen und mögliche Rückfälle zu identifizieren. Unsere Klinik bietet umfassende Diagnostik und hochmoderne Therapiemöglichkeiten für Keimzelltumoren. Wir sind spezialisiert auf die Behandlung von Hodenkrebs und bieten unseren Patienten eine individuelle und ganzheitliche Betreuung in Zusammenarbeit mit unserer Onkologie, basierend auf den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und modernster Technologie.

  • Peniskarzinome sind bösartige Tumoren, die meist im Bereich der Eichel (Glans penis) entstehen und von den Epithelzellen der Eichel ausgehen. Diese Krebsart ist selten und tritt vorwiegend bei älteren Männern auf. Risikofaktoren umfassen eine Infektion mit humanen Papillomaviren (HPV), Rauchen, schlechte Hygiene und chronische Entzündungen des Penis. Frühe Anzeichen können Hautveränderungen am Penis, wie Wunden, Verhärtungen oder Knoten, sein, die nicht heilen. Weitere Symptome können Schmerzen, Ausfluss und Blutungen sein.

    Diagnostik und Behandlungsmöglichkeiten:

    Diagnostik

    • Klinische Untersuchung: Eine gründliche körperliche Untersuchung des Penis und der Leistenlymphknoten, um sichtbare Veränderungen oder Knoten zu identifizieren.
    • Biopsie: Entnahme einer Gewebeprobe aus dem betroffenen Bereich zur mikroskopischen Untersuchung und Bestätigung der Diagnose.
    • Bildgebende Verfahren: Ultraschall, MRT oder CT können eingesetzt werden, um die Ausbreitung des Tumors zu beurteilen und mögliche Metastasen zu identifizieren.

    Behandlungsmöglichkeiten

    • Chirurgische Entfernung: Abhängig vom Stadium und der Ausdehnung des Tumors kann eine lokale Exzision, partielle oder totale Penektomie durchgeführt werden.
    • Strahlentherapie: Kann als primäre Behandlung oder ergänzend zur Operation eingesetzt werden, um verbleibende Krebszellen zu zerstören.
    • Chemotherapie: Wird bei fortgeschrittenen oder metastasierten Tumoren eingesetzt, oft in Kombination mit anderen Behandlungsmethoden.
    • Lasertherapie und topische Behandlungen: Können bei sehr kleinen und oberflächlichen Tumoren in Betracht gezogen werden.
    • Sentinel-Lymphknotenentfernung: Entfernung des Wächterlymphknotens, der als erster die Krebszellen aufnimmt, um die Ausbreitung des Tumors zu überprüfen.
    • Inguinale und pelvine Lymphknotenentfernung: Abhängig vom Stadium kann eine Entfernung der Leistenlymphknoten (inguinale Lymphadenektomie) sowie ggf. auch der Beckenlymphknoten (pelvine Lymphadenektomie) notwendig sein.

    Nachsorge und regelmäßige Kontrollen

    Die Nachsorge nach einer Behandlung von Peniskarzinomen ist entscheidend, um ein Rezidiv frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Regelmäßige körperliche Untersuchungen und bildgebende Verfahren sind wichtig, um den Gesundheitszustand zu überwachen und mögliche Rückfälle zu identifizieren.

    Unsere Klinik bietet umfassende Diagnostik und hochmoderne Therapiemöglichkeiten für Peniskarzinome. Wir sind spezialisiert auf die Behandlung von Peniskrebs und bieten unseren Patienten eine individuelle und ganzheitliche Betreuung, basierend auf den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und modernster Technologie.

  • Prostatakarzinome sind bösartige Tumoren, die in der Prostata entstehen, einer Drüse, die bei Männern unterhalb der Harnblase liegt und einen Teil der Samenflüssigkeit produziert. Diese Krebsart ist die häufigste Krebserkrankung bei Männern und tritt vorwiegend im höheren Lebensalter auf. Die Ursachen sind vielfältig und umfassen genetische Faktoren, hormonelle Einflüsse und Lebensstilfaktoren. Frühe Stadien des Prostatakrebses verursachen oft keine Symptome, weshalb regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen wichtig sind. Spätere Symptome können Probleme beim Wasserlassen, Blut im Urin oder im Samen und Knochenschmerzen sein.

    Diagnostik und Behandlungsmöglichkeiten:

    Diagnostik

    • PSA-Test (Prostata-spezifisches Antigen): Eine Blutuntersuchung, die erhöhte PSA-Werte erkennen kann, welche auf Prostatakrebs hinweisen könnten.
    • Digitale rektale Untersuchung (DRU): Eine manuelle Untersuchung der Prostata durch das Rektum, um Verhärtungen oder Knoten zu ertasten.
    • Transrektaler Ultraschall (TRUS): Eine Ultraschalluntersuchung, bei der ein Schallkopf in das Rektum eingeführt wird, um detaillierte Bilder der Prostata zu erhalten.
    • Biopsie: Entnahme von Gewebeproben aus der Prostata, die unter dem Mikroskop untersucht werden, um Krebszellen zu identifizieren.
    • MRT und CT: Bildgebende Verfahren, die eingesetzt werden, um die Ausbreitung des Tumors zu beurteilen und Metastasen zu erkennen.
    • PSMA-PET-CT: Eine spezielle Form der Positronen-Emissions-Tomographie (PET) kombiniert mit einer Computertomographie (CT). Diese Untersuchung nutzt ein radioaktiv markiertes Molekül, das sich an das Prostata-spezifische Membranantigen (PSMA) bindet, um Tumorzellen im gesamten Körper sichtbar zu machen.
    • Knochenszintigraphie: Eine nuklearmedizinische Untersuchung, bei der ein radioaktiver Marker verwendet wird, um Knochenmetastasen zu identifizieren. Diese Methode ist besonders nützlich, um festzustellen, ob sich der Krebs auf die Knochen ausgebreitet hat.

    Behandlungsmöglichkeiten

    • Aktive Überwachung (Active Surveillance): Regelmäßige Überwachung des Tumors durch PSA-Tests, DRU und Biopsien, insbesondere bei langsam wachsenden Tumoren.
    • Radikale Prostatektomie: Chirurgische Entfernung der gesamten Prostata und umliegender Gewebe, oft bei lokal begrenztem Prostatakrebs.
    • Strahlentherapie: Bestrahlung des Tumors von außen (externe Strahlentherapie) oder von innen durch implantierte Strahlenquellen (Brachytherapie).
    • Hormontherapie: Medikamente, die die Wirkung von Testosteron blockieren oder die Produktion von Testosteron reduzieren, um das Tumorwachstum zu verlangsamen.
    • Chemotherapie: Einsatz von Medikamenten, die Krebszellen abtöten, insbesondere bei fortgeschrittenem oder metastasiertem Prostatakrebs.
    • Fokaltherapien: Methoden wie Kryotherapie oder hochintensiver fokussierter Ultraschall (HIFU), die darauf abzielen, den Tumor lokal zu zerstören.

    Nachsorge und regelmäßige Kontrollen

    Die Nachsorge nach einer Behandlung von Prostatakarzinomen ist entscheidend, um den Behandlungserfolg zu überwachen und ein Rezidiv frühzeitig zu erkennen. Regelmäßige PSA-Tests, bildgebende Untersuchungen und klinische Kontrollen sind wichtig, um den Gesundheitszustand zu überwachen. Die Versorgung des Prostatakarzinoms findet in unserer Partnerabteilung, der Martiniklinik, statt. Die Martiniklinik ist weltweit führend in der Behandlung von Prostatakrebs und bietet unseren Patienten eine individuelle und ganzheitliche Betreuung, basierend auf den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und modernster Technologie.

    Martini-Klinik

    Das UKE arbeitet eng mit der renommierten Martini-Klinik zusammen, um Ihnen eine erstklassige Behandlung des Prostatakarzinoms zu bieten. Die Martini-Klinik zeichnet sich durch ihre Superspezialisierung auf das Krankheitsbild Prostatakrebs aus und gehört zu den wenigen Kliniken weltweit, die sich ausschließlich auf die Diagnose und Therapie dieser Erkrankung konzentrieren.

    Durch diese Spezialisierung und die hohen Fallzahlen hat die Martini-Klinik eine außerordentliche Anreicherung von Erfahrung, Wissen und Können erlangt. Dies ermöglicht es, ein umfassendes Angebot an modernen Diagnostik- und Behandlungsmethoden anzubieten. Dazu gehören die vollständige operative Entfernung der Prostata, fokale und strahlentherapeutische Verfahren, medikamentöse Therapien sowie komplementärmedizinische und psychoonkologische Beratung.

    Mit über 2.600 Prostatakrebsoperationen pro Jahr ist die Martini-Klinik das größte Prostatakarzinomzentrum in Deutschland und weltweit führend in der Anzahl der durchgeführten Prostataentfernungen. Diese Superspezialisierung erlaubt es, unseren Patienten ein sehr hohes diagnostisches und therapeutisches Niveau zu bieten.

    Die Langzeitergebnisse von über 40.000 Patienten werden systematisch genutzt, um Patienten bei der Wahl der besten Therapiestrategie zu beraten und die Chancen auf Heilung, Kontinenz und Potenz zu optimieren. Die Martini-Klinik praktiziert eine fundierte Qualitätskontrolle, die auf Daten der Ergebnisqualität (Outcome Measurement) basiert, und ist stolz darauf, eine der weltweit führenden Einrichtungen in diesem Bereich zu sein.

    Für Beratungsgesrpäche und Terminanfragen verweisen wir freundlich an die Martini-Klinik:
    Kontakt Martini Klinik